Montag, 18. Mai 2015

Fuji X-Trans-Sensor bei ISO 800 grösster Dynamikumfang?


Seit ich von meiner Fuji S5 Pro Spiegelreflex auf die X-Pro1 und nun auf die X-T1 umgestiegen bin, habe ich mich immer gewundert, warum die X-Kameras bei ISO 800 den grössten Dynamikumfang haben sollen. Normalerweise sinkt mit steigender Lichtempfindlichkeit der Dynamikumfang und das Rauschen nimmt zu. Warum soll das bei dem X-Trans-Sensor anders sein?

In der Tat ist das tatsächlich nicht so. Stellt man auf den Dynamikumfang von 400%, so belichtet die Kamera intern 2 Blendenstufen zu wenig und hievt die RAW-Daten in den Schatten an. Dadurch werden die Lichter geschützt und brennen nicht aus. Der Nachteil: in den Tiefen ist durch die softwaremässige Verstärkung mehr Rauschen vorhanden. Die Kamera macht also intern in etwa das, was auf dem Netz unter HDR-Verfahren mit nur einer RAW-Aufnahme zu finden ist.

Ich habe sehr oft mit ISO 800 und Dynamik 400% Aufnahmen gemacht, weil ich mich im Bezug auf den vergösserten Dynamikumfang auf der sicheren Seite wähnen wollte. Da der X-Trans-Sensor wenig Rauschen aufweist, ist das zum Glück meist kein Problem. Trotzdem bin ich nun deutlich vorsichtiger mit diesem Modus und belichte lieber selbst eine RAW-Datei in den Lichtern etwas knapper und bearbeite das Ergebnis dann selbst in Lightroom nach meinem Geschmack. In der Anleitung findet sich nach meinem Wissen leider keine Erklärung, wie diese 400% Dynamikumfang zustande kommen. Ich bin erst auf dem Netz per Zufall darüber gestolpert.

Nachtrag: Hier noch ein Link, welcher den Sachverhalt etwas genauer beschreibt http://www.dpreview.com/reviews/fujifilm-x-pro1/20